Ich wage zu behaupten, dass das eigentliche Problem das kleinste unserer Probleme ist. Das eigentliche Problem ist die unzähligen Geschichten, die es umgeben.
Diese Geschichten verflechten sich mit dem ursprünglichen Problem und all den Geschichten, die wir uns innerlich und/oder äußerlich darüber erzählen. Wir schmücken es aus, machen es immer bunter, abenteuerlicher und furchteinflößender, beängstigender. Wir verstärken so die Emotionen, die die Geschichte in uns hervorruft und erzeugen so eine rasante Achterbahnfahrt der Gefühle.
Dann denken wir an etwas anderes
und noch etwas anderes, was die ursprüngliche Geschichte noch weiter verdunkelt und dem eigentlichen Problem eine neue, zusätzliche Geschichte hinzufügt.
Die Geschichten sind die Bausteine dieser Schichten rund um das Problem, das „Potenzial“, das wir vertuschen, vermeiden, und die damit verbundenen Emotionen sind der Klebstoff, der dafür sorgt, dass es gut daran haftet.
Ist ein Problem immer noch das eigentliche Problem?
Nach ein paar Stunden sieht unser Problem völlig anders aus, und nach Tagen, Monaten und vor allem nach ein paar Jahren ist es völlig verblasst, in dichten Nebel gehüllt, aber keineswegs verschwunden.
Es, das noch ungelöste Problem, trägt den kostbaren, noch ungeborgenen Schatz in sich. Der wahre Schatz ist in einem riesigen, aufgeblähten Klumpen eingehüllt, fest umschlungen von den Fäden unserer Geschichten in seinem Zentrum.
Indem wir diese Fäden Schicht für Schicht lösen und freigeben, befreien wir uns von den Geschichten, „Plagegeistern“, die sie umhüllt haben. Wir lösen und geben das gefesselte Potenzial frei, den Schatz, der noch zu entdecken wartet. Nach dem wir die Schichten abtragen, wird das ursprüngliche Problem erkennbar und begreiflich. Es ist bereit für die Lösung, die wir anwenden.
Die Kraft, das Quantenpotenzial, das die Geschichten gefangen hält, wird freigesetzt und steht uns mental, emotional und materiell zur Verfügung.
Essenz
Innehalten und Differenzieren
Der Mechanismus: Schon kurz nach der Konfrontation mit einem Problem haben wir die ersten Geschichten dazu fertig gestrickt und beginnen sofort fleißig, sie zu ergänzen.
Hinweis: Es besteht immer noch die Möglichkeit zur Korrektur, indem wir uns dieses Mechanismus bewusst machen und das Problemnarrativ klar und deutlich, differenziert von Problemen betrachten.
Fragestellung:
- Was belastet, was bedrückt mich innerlich?
- Warum erzähle ich Geschichten und wende subtile Vermeidungstaktiken an, um die wahren Probleme nicht zu sehen, nicht zu erkennen?
- Was ist mein wirkliches Problem?
- Wie fühle ich mich dabei?
Impuls: Das Festhalten an selbst erfundenen Geschichten ist eine ganzheitliche Belastung. Das Zuzulassen und Fühlen der inneren, gefangenen Emotionen, die durch ein äußerlich wahrgenommenes Problem ausgelöst zu sein scheinen, verschafft letztlich die unbewusst ersehnte Erleichterung.
Mit kunstvoll erfundenen Geschichten unterdrücken wir den Energiefluss (den Fluss der Emotionen) in uns und die daraus resultierenden potenziellen Erfolge.
Sobald wir die Kontrolle über unsere unterdrückten Emotionen aufgeben, verlieren sie sofort ihre zerstörerische Macht über uns und fließen sanft durch uns hindurch, erreichen und bereichern alle Ebenen unserer Existenz mit neuer, frischer, vitaler Energie.
Schlüssel: Glaub nicht alles, was du denkst 😊
Wenn dieser Impuls dich erreicht, ist das sicherlich kein Zufall. Diese Information kann in deinem Leben echte Evolution in Bezug auf Problemlösung und Konfliktbewältigung auslösen.
Oft scheint das ursprüngliche Problem eine Herausforderung zu sein, die schwer oder kaum zu identifizieren ist. Eine persönliche Beratung kann dabei hilfreich sein. Ich freue mich darauf, dich zu unterstützen.
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Am 22.3.2025 Judit Schwarz Deutung mit METAblick, 1030 Wien über das Thema: „Ist ein Problem das eigentliche Problem?“