LebensBlase: die Illusion vom Getrenntsein

Bei Judit Schwarz in 1030 Wien

Die LebensBlase ist ein durch Stress verursachter Energiestau, bei dem die innere Offenheit sinkt, Liebe zu Empfangen. Aufgrund dessen entstehen unbemerkt Verstrickungen in zwischenmenschlichen Beziehungen. Es fühlt sich an, wie Getrenntsein oder ein Mangel: LebensBlase. Meiner Erfahrung nach entsteht eine LebensBlase durch die Illusion vom Getrenntsein und der subtilen Angst, von anderen enttäuscht zu werden.

Was uns selbst daran hindert, echte Nähe zuzulassen

Kürzlich war ich in Wien spazieren und habe dabei Menschen ein komisches Spiel spielen gesehen: jeder befand sich dabei in einem übergroßen, gummiartigen Ball. Nur die Füße und der Kopf waren frei. Die Personen ließen sich nach vorne und hinten fallen, rollten sich hin und her und manches Mal stießen zwei zusammen und beide prallten zurück. Mich hat dieses Spiel an die Begegnung von zwei Menschen in ihrer LebensBlase erinnert: das kann kurzfristig „Spaß” machen, für echte Nähe wird es aber nicht reichen – auch dann wenn sich, wie ganz selten, nur einer von beiden in seiner LebenBlase versteckt. Denn wenn die Angst sehr groß geworden ist erneut enttäuscht zu werden, kann das die Bereitschaft hindern. Vielmehr kann das Gefühl entstehen, dass im Außen sowie bei den Anderen alles gut sei und diese schönen Erfahrungen nur von sich selbst getrennt bleiben.

Fragst du dich, woraus eine LebensBlase besteht?

Aus der Opferhaltung: festgehaltene Geschichten und die daraus entstandenen Emotionen, bei denen man sich von den anderen nicht geliebt, anerkannt oder wertgeschätzt gefühlt hat. Das macht es unerreichbar, in einer Blase zu sein. Es besteht keine authentische Verbindung, eine Interaktion nach außen ist möglich. Denkst du dir oftmals „Keiner hört was ich wirklich sage, keiner sieht wer ich bin, keiner versteht mich“? Das kann ganz schön einengend sein und alles zieht sich zusammen. Es gibt nicht genug Raum und nur eingeschränkte Bewegungen sind möglich. So können schnell mal die Füße einschlafen oder die Schultern verspannt sein. Ganz frisch und rein ist die Luft auch nicht, sie macht schlapp und müde. Niemand kann dich berühren, höchstens an der Oberfläche deiner LebensBlase. Diese Berührung kann auch von dir nicht gespürt werden. Man ist im Leben und gleichzeitig vom Leben ausgeschlossen: in der selbstkreierten LebensBlase gefangen. Es ist ein sehr enger Platz, alle spielen da draußen, nur ich selbst fühle mich ausgeschlossen.

…da fällt einem ganz schnell das eine und andere Urteil ein

Wann und wie die LebensBlase zwischen dir und deiner Lebendigkeit entstanden ist, spielt jetzt keine Rolle mehr. Was im Moment wichtig ist, ist ob du bereit bist, die selbstkreierte Blase zerplatzen zu lassen – und dich von der Illusion des Getrenntseins zu verabschieden. Offenheit ist die Grundlage, um diese eingefahrene Situation zu verlassen. Nur so können wir Nähe spüren und der Liebe zugänglich werden. Hier bietet die systemische Aufstellung eine hervorragende Möglichkeit. Es stehen uns dabei viele verschiedene Formen zur Verfügung. Deine innere „Führung“ findet genau die richtige Vorgehensweise für dich und leitet dich genau dorthin, wo dein nächster Schritt hingehen soll: zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und das Richtige tun! Ich vertraue meinem Weg und meinem Gefühl. Vertraue auf deine innere Führung. Ich bin auf diesem Weg deine Begleiterin in 1030 Wien.

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