Partnerschaft – Beziehung

-miteinander gesund leben.

Eine gesunde Beziehung mit mir selbst ist die Basis für ein glückliches Miteinander.


Nach meiner Erfahrung bleibt nur lebendig und frisch, was sich bewegt.
Was länger steht, beginnt zu „stinken“ – damit nähert sich der “Auflösungsprozess”.


Stillschweigen von Problemen oder subtile Schuldzuweisungen – All das verursacht einen Gefühlsstau in Beziehungen. Was einen innerlich wirklich bewegt, findet keinen Ausdruck oder erzeugt durch Emotionen lediglich ein verzerrtes Bild darüber.
Was in Beziehungen einen solchen Stillstand verursacht, sind oft die eigenen subtilen Erwartungen gegenüber meinem Partner.
Eine gesunde Beziehung ist lebendig, wobei beide Seiten offen dafür sind, wahre Nähe zuzulassen und sich selbst mitzuteilen, um wohlwollend miteinander umgehen zu können.


So wie wir umgangssprachlich auch fragen: „Willst du mit mir gehen“? …und nicht: „Willst du mit mir bleiben?“
Im Endeffekt ist es unvorhersehbar und damit unkontrollierbar, wie lange wir gemeinsam gehen.
Genau diese Kontrolle bzw. Erwartung hindert die Harmonie.
Ich habe die Erfahrung gemacht, wie aus solchen Gründen ein subtiler Machtkampf in der Beziehung entsteht.
Wie die Natur selbst, so hat jede Beziehung einen natürlichen Rhythmus.
Sich und die eigene Sichtweise zu erweitern und zu erneuern, wie sich das Leben selbst stetig erneuert, stellt die Basis dar, um sich entspannt und gemeinsam etwas Schönes zu schaffen, um die Lebensumstände zum Positiven zu wandeln.

Dies sowohl in materieller Hinsicht wie auch auf Gefühls- und Gedankenebene.


Wenn einer von beiden Partnern stehen bleibt, nähert sich das Ablaufdatum.
“An einer Beziehung wird fleißig gearbeitet” – in Wirklichkeit erinnert mich dies mehr an ein Machtspiel … mach das, …ich mache das, …oder ich mache jenes nicht…du hast das nicht gemacht, …wäre, hätte ich oder du…

Ein dafür oder dagegen… für den anderen Macht übernehmen und diesen erziehen zu wollen oder ihm Schuld zuzuweisen, um sich selbst besser zu fühlen. Partnerschaft bedeutet für mich ein Miteinander, wobei ich mit mir selbst gut zurechtkomme und nicht von meinem Partner erwarte,
dass mich dieser glücklich MACHT.

Vielmehr geht es um eine Ergänzung, wie beim Atmen die Vereinigung des Ein- und Ausatmens. Gemeinsam bildet sich ein Fluss, der uns Lebendigkeit und Kraft verleiht.


Für die eigenen Bedürfnisse Verantwortung zu übernehmen, statt diese auf den Partner zu projizieren, kann eine gute Basis bilden.
Wenn ich einen Partner brauche, dann ist dies so ähnlich zu sehen wie etwas zu „konsumieren“ und basiert auf einem hungrigen Zustand und Mangelgefühl.
Was mich an meinem Partner stört, ist ein wichtiger Hinweis für mich, um mehr Selbsterkenntnis zu erlangen.
Niemand kann einen anderen lieben, der nicht bei sich ist, genauso wie mich niemand besuchen kann, wenn ich nicht Zuhause bin. Nach meiner Erfahrung ist Selbstbewusstsein (…nicht zu verwechseln mit Egoismus!) der Schlüssel für eine nährende Partnerschaft, ob ich Männlein oder Weiblein bin, spielt hier keine Rolle.

Ein Miteinander verlangt inneres Taktgefühl wie beim Musizieren, um gemeinsam eine schöne Melodie spielen zu können. Erst wenn ich mein eigenes Instrument kenne und damit umgehen kann, besteht die Möglichkeit, den gemeinsamen Takt zu finden.

3 Antworten auf „Partnerschaft – Beziehung

  1. Liebe Judit, danke für diese wundervollen Zeilen. Ich habe vor ein paar Wochen einen Spruch gelesen: das Leben ist eine Reise, niemand weiß wohin sie geht, und wer einem dabei begegnet. Heute weiß ich: das Leben ist ein Spiel, alles was ich verursache bzw aussende kommt zu mir, auch der- oder diejenige, die mir dabei “zufällig” begegnen. Also es fällt mir zu.Auch in der Liebe. Auf die Liebe❤

  2. Danke, liebe Judit, für dein Wissen und deine Erfahrungen, die du hier so großzügig preisgibst und mit uns teilst. Danke für deine Herzensweisheit.

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